Schweiz: Zecken breiten sich stark aus – deutlich mehr Stiche und steigende Risiken
von belmedia Redaktion +Flächendeckend-CH ➔ elterntipps.ch ➔ hospital.ch ➔ hundenews.ch ➔ katzennews.ch ➔ tierwelt.news ➔ xund24.ch Aargau Altstetten ZH Appenzell Ausserrhoden Appenzell Innerrhoden Basel-Landschaft Basel-Stadt Belp Bern Büron Dällikon Dietlikon Embrach Entlebuch Ermatingen Eschenz Feusisberg Freiburg Genf Glarus Glattbrug Gränichen AG Graubünden Gstaad Holderbank AG Inwil Jegenstorf Jura Luzern Müllheim Murg SG Neuenburg Nidwalden Nürensdorf Oberhasli Obwalden Ottenbach Pfungen polizei.news Polizeinews Prävention Regionen Reiden Reinach AG Schaffhausen Schindellegi Schweiz Schwyz Seelisberg Sevelen SG Solothurn St. Gallen Stadt Aarau Stadt Adliswil Stadt Affoltern am Albis Stadt Allschwil Stadt Altdorf Stadt Altendorf Stadt Altstätten SG Stadt Amriswil Stadt Arbon Stadt Baar Stadt Baden Stadt Basel Stadt Bassersdorf Stadt Bern Stadt Biel Stadt Brugg Stadt Buchs SG Stadt Bülach Stadt Burgdorf Stadt Chur Stadt Dübendorf Stadt Einsiedeln Stadt Emmen Stadt Frauenfeld Stadt Genf Stadt Glarus Stadt Goldach Stadt Gossau SG Stadt Herisau Stadt Horw Stadt Illnau-Effretikon Stadt Interlaken Stadt Kloten Stadt Kreuzlingen Stadt Kriens Stadt Langenthal Stadt Lenzburg Stadt Liestal Stadt Lugano Stadt Luzern Stadt Münchenbuchsee Stadt Muri AG Stadt Muttenz Stadt Nidau Stadt Oftringen Stadt Olten Stadt Opfikon Stadt Pratteln Stadt Rapperswil-Jona Stadt Regensdorf Stadt Reinach BL Stadt Rheinfelden Stadt Richterswil Stadt Rolle Stadt Rorschach Stadt Rotkreuz Stadt Rümlang Stadt Rüti Stadt Sarnen Stadt Schaffhausen Stadt Schlieren Stadt Schwyz Stadt Solothurn Stadt Spiez Stadt St.Gallen Stadt Steffisburg Stadt Suhr Stadt Sursee Stadt Thun Stadt Uster Stadt Wädenswil Stadt Wallisellen Stadt Wattwil Stadt Wetzikon Stadt Wil Stadt Winterthur Stadt Wohlen Stadt Zofingen Stadt Zug Stadt Zürich Stans Steinhausen Tessin Thurgau Tierwelt Uri Waadt Wabern Wallis Wildhaus-Alt Sankt Johann Windisch Zug Zürich
Mit steigenden Temperaturen beginnt in der Schweiz die Zeckenzeit.
Die Daten der Schweizer Unfallversicherer zeigen einen klaren Trend: In den letzten Jahren wurden deutlich mehr Zeckenstiche gemeldet.
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um sich zu schützen.
Zecken – ein wachsendes Risiko in der Schweiz
Zecken sind in der Schweiz weit verbreitet und kommen heute in immer mehr Regionen vor, das ganze Land gilt inzwischen als Risikogebiet. Seit 2005 ist die Zahl der gemeldeten Zeckenstiche deutlich gestiegen: Zwischen 2005 und 2009 wurden pro Jahr rund 9 000 Zeckenstiche als Unfälle gemeldet. Zwischen 2020 und 2024 waren es bereits über 14 000.
Ein möglicher Einflussfaktor ist das Klima: Mildere Temperaturen begünstigen die Ausbreitung der Zecken und verlängern ihre Aktivitätszeit. Gleichzeitig führen sie dazu, dass die Menschen mehr Zeit im Freien verbringen. Das Wetter beziehungsweise die Temperaturen sind auch der Hauptgrund für die jährlichen Schwankungen.
Zecken immer länger aktiv
Auf eine klassische «Hochsaison» ist immer weniger Verlass. Durch mildere Temperaturen können Zecken in der Schweiz nahezu ganzjährig aktiv sein. In warmen Wintern werden sie früher aktiv und bleiben länger auf Nahrungssuche.
Zecken in der Schweiz – wichtige Fakten
- 92 % der Stiche passieren in der Freizeit
- Rund 40 % am Wochenende
- Mai bis Juli bleibt die intensivste Phase
- Rund 1 400 Borreliose- und 100 FSME-Fälle pro Jahr
- 8 Invalidenrenten jährlich infolge von Zeckenstichen
- Etwa alle fünf Jahre ein Todesfall
- Zeckenstiche gelten rechtlich als Unfall
Welche Gefahren bestehen?
Die meisten Zeckenstiche bleiben für die Betroffenen ohne bleibende Folgen. Sie können aber auch Krankheitserreger übertragen. Die wichtigsten sind:
Borreliose
Eine bakterielle Infektion, die zu Haut-, Nerven- oder Gelenkbeschwerden führen kann. Behandlung mit Antibiotika möglich, keine Impfung. Rund neun Prozent der registrierten Zeckenstiche führen zur Diagnose Borreliose.
FSME
Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, kann zu bleibenden Schäden führen. Die Viruserkrankung kann das Gehirn sowie die Hirnhaut betreffen. Eine Impfung schützt, eine spezifische Therapie gibt es nicht. Erkrankungen an FSME sind viel seltener als an Borreliose, weniger als ein Prozent der registrierten Zeckenstiche haben diese Diagnose.
Wie Zecken richtig entfernen?
Zecken sollten möglichst rasch entfernt werden. Je länger sie Blut saugen, desto höher ist das Risiko einer Infektion.
Die Zecke mit einer Pinzette oder Zeckenzange – oder notfalls mit dem Fingernagel – möglichst hautnah greifen und langsam gerade herausziehen. Keine Hausmittel wie Öl verwenden. Anschliessend die Stelle desinfizieren.
Wann zum Arzt?
Bei Symptomen wie einer sich ausbreitenden Rötung, Fieber oder Kopfschmerzen sollte eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden.
Wer bezahlt bei einem Zeckenstich?
Ein Zeckenstich gilt rechtlich als Unfall. Die Kosten werden deshalb von der Unfallversicherung übernommen.
Wie schütze ich mich?
- Geschlossene, helle Kleidung tragen
- Zeckenschutzmittel verwenden
- Körper nach Aufenthalten im Freien absuchen
Quelle: SUVA / Polizei.news Redaktion
Bildquelle: Symbolbild © KPixMining/Shutterstock.com